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22.09.2017

Stellenbörse Sprungbrett 2017: Jugendliche und Unternehmen begegnen sich

38 Aussteller haben sich Jugendlichen auf Jobsuche auf der Praktikums-, Ausbildungs- und Stellenbörse Sprungbrett 2017 in der Carl-Gotthard-Langhans-Schule (CGLS) präsentiert. Unternehmensvertreterinnen und -vertreter aus Handwerk, Dienstleistung und produzierendem Gewerbe kamen mit interessierten Jugendlichen und deren Eltern ins Gespräch.

Bisher unversorgte Jugendliche fanden ein niedrigschwelliges Angebot vor, um noch eine Chance für eine Ausbildung, ein Praktikum oder eine andere Qualifizierung in 2017 zu erhalten. Organisiert wurde die Messe von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Wolfenbüttel, der Innovationsberatung der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Ostfalia), der CGLS sowie dem Arbeitgeberverband Region Braunschweig e.V. (AGV BS).

Niedrigschwelliges Angebot für Jugendliche mit Ausbildungshemmnissen

„Solche Messeformate sind eine gute Chance für Jugendliche und Unternehmen“, meinte CGLS-Schulleiter Peter Walte. Viele junge Leute trauen sich nicht, sich direkt an die Unternehmen zu wenden, so Walte. Ein vertrauter Ort wie die eigene Schule hilft, solche Hemmnisse abzubauen, erklärte Walte. Hinzu komme, dass bisher unversorgte Jugendliche häufig ein Ausbildungshemmnis haben, etwa ein schlechtes Zeugnis oder eine geringe Motivation. Walte sieht es als Aufgabe der Berufsschule junge Menschen und Unternehmen zusammenzubringen. „Für mich ist die Berufsschule Teil der Wirtschaftsförderung“, sagte Walte.

Dass der Landkreis Wolfenbüttel als Initiator der Veranstaltung die Wirtschaft vor Ort in vielerlei Hinsicht fördern möchte, bestätigt die Wirtschaftsförderin Ina Anja Hallmann. „Die Wirtschaftsförderung des Landkreises will auch weiterhin Beiträge dazu leisten, dass die Unternehmen im Landkreis Nachwuchskräfte generieren können. Ein intensiver Austausch mit den Firmen ist uns dabei wichtig. Aus den Gesprächen mit den Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort sind auch Ideen für neue Formate entstanden.“

Neue Chancen für Unternehmen auf Auszubildende

"Aus dem Mittelstand hören wir immer wieder, dass solche niedrigschwelligen Angebote sehr gut angenommen werden, so etwas eignet sich prima, um einen ersten Kontakt zu knüpfen“, sagte AGV BS-Geschäftsführerin Cordula Miosga. „ Ich bin wirklich begeistert, dass sich hier in Wolfenbüttel auf Anhieb so viele Aussteller gefunden haben. Wer die Wahl hat, der hat auch die Chancen, deshalb freut es mich besonders, dass viele Firmen ihr Portfolio präsentieren.“

Der Zeitpunkt kurz vor den Herbstferien sei zudem ganz bewusst gewählt: „Aus den ersten Kontakten kann schnell ein Praktikum entstehen, das die Jugendlichen in so einem Fall auch zeitnah antreten können, bevor der Kontakt sich wieder verläuft“, so Miosga.

Fachkräftemangel betrifft vor allem kleine und mittelständische Unternehmen

„Gerade der regionale Arbeitsmarkt ist für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) des Landkreises Wolfenbüttel von großer Bedeutung. Daher bietet die Veranstaltung für diese Suche eine regionale Plattform, um geeignete Auszubildende kennenzulernen. Mit engagierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern kann ein Unternehmen auch neue, innovative Wege gehen und ist damit für die Zukunft gewappnet“, sagte Innovationsberaterin Annekathrin Brode von der Ostfalia.

Der Fachkräftemangel betrifft vor allem die KMU, stellte Brode fest. „Aus Sicht der Innovationsberatung ist das Format Sprungbrett sehr wichtig, weil es Unternehmen die Möglichkeit bietet, selbst für gut ausgebildete Fachkräfte der Zukunft zu sorgen, indem man sie frühzeitig rekrutiert“, so Brode.