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Pflanzenschutzmittel

Treten Schadorganismen auf, muss nicht unbedingt gleich zu umweltbelastenden chemischen Pflanzenschutzmitteln gegriffen werden. Es gibt biologische Methoden, z. B. den Einsatz von Kräuterbrühen oder den Einsatz sogenannter Nützlinge. Voraussetzung für gesunde Pflanzen sind ein gesunder Boden, geeignete Standortwahl und gute Pflanzenpflege. Auch Fruchtfolge und Anordnung bestimmter Pflanzennachbarschaften stärken die Abwehrkräfte der Pflanzen und machen vielfach chemischen Pflanzenschutz überflüssig.

Chemische Pflanzenschutzmittel sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn natürliche Methoden der Schadensbegrenzung nicht ausreichen, um den Ertrag und die Qualität von Kulturpflanzen zu sichern. Oft haben diese Mittel unerwünschte ökologische Folgen: Sie können beispielsweise über den Boden bis in das Grundwasser gelangen oder sich in der Nahrungskette anreichern.

Der Gebrauch und Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist durch das Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen und die entsprechenden Verordnungen geregelt. Pflanzenschutzmittel dürfen auf Freiflächen nur angewandt werden, wenn diese landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, jedoch nicht unmittelbar an oberirdischen Gewässern. Auf jeder anderen Fläche ist eine Ausnahmegenehmigung notwendig!

Der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln zur Freihaltung von Straßen, Wegen, Plätzen und Terrassen ist verboten. Das Verbot gilt auch für private Grundstücke.