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Aktuelles auf einen Blick

Fragebogen zu Krebserkrankungen jetzt im Internet. Kreisgesundheitsamt: "Weitere Betroffene bitte melden"

06.01.2011

„Wir hoffen, dass sich durch diesen Aufruf noch weitere Betroffene melden“, sagt Dr. Dorothea von Nicolai, Leiterin des Wolfenbütteler Kreisgesundheitsamtes. Bisher haben sich insgesamt 80 betroffene Patientinnen und Patienten an das Gesundheitsamt gewandt, nachdem die Häufung von Leukämie- und Schilddrüsenkrebserkrankungen in der Samtgemeinde Asse in den Jahren 2002 bis 2009 bekannt geworden war. Sie haben bereits einen kurzen Fragebogen erhalten, der mögliche Ursachen für die Erkrankung klären helfen soll.

Dabei sind insbesondere Angaben zu ehemaligen Wohnorten und Arbeitsstätten wichtig, um einen möglichen umweltbezogenen Auslöser der Erkrankungen eingrenzen zu können. „Denn die überwiegende Zahl der Fallmeldungen, auf denen die niedersächsische Krebsstatistik basiert, liegt nur anonymisiert vor“, weiß Dr. von Nicolai. „Um die Häufung von Krebserkrankungen innerhalb der Samtgemeinde Asse besser beschreiben zu können und somit Hinweise auf mögliche Ursachen zu erhalten, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen,“ heißt es in einem Schreiben, das das Gesundheitsamt bereits an die namentlich bekannten Erkrankten verschickt hat.

Der vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt erarbeitete Fragebogen umfasst zwei Seiten und kann ab sofort auf den Internetseiten des Landkreises Wolfenbüttel (www.lk-wolfenbuettel.de) eingesehen und herunter geladen werden. Er richtet sich nicht ausschließlich an Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Asse, sondern kann von allen Betroffenen, die im Landkreis wohnen oder einmal gewohnt haben, ausgefüllt werden.

Zusammen mit dem Erfassungsbogen bittet das Gesundheitsamt um eine Einwilligungserklärung zur Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht, damit der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin medizinische Angaben zu der jeweiligen Krebserkrankung übermitteln darf. Hierzu hat das Kreisgesundheitsamt bereits sämtliche in Frage kommenden Ärzte im Landkreis Wolfenbüttel angeschrieben und um Zusammenarbeit gebeten.

Der Fragebogen zu Krebserkrankungen kann auch direkt beim Kreisgesundheitsamt in Wolfenbüttel angefordert werden (Tel. 05331/ 84-501). Das Amt an der Friedrich-Wilhelm-Straße 2a in Wolfenbüttel nimmt auch die ausgefüllten Fragebögen entgegen, sammelt diese und wertet sie gemeinsam mit der Ver¬trauensstelle des Landesgesundheitsamtes aus.

„Die Ergebnisse der Auswertungen werden so dargestellt, dass ein Rückschluss auf eine bestimmte Person nicht möglich sein wird“, betont die Leiterin des Wolfenbütteler Gesundheitsamtes. „Nach Abschluss der Untersuchungen werden die jeweiligen Angaben gelöscht.“ Auch die Erklärung über die Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht könne jederzeit widerrufen werden.

Interessierte gelangen zum Fragebogen, der sich nicht nur auf die zunächst diskutierten Leukämie- und Schilddrüsenkarzinome bezieht, ab sofort über die untenstehenden Links. Hier können Sie auch die Erklärung über die Entbindung von der Schweigepflicht sowie ein Informationsschreiben des Gesundheitsamtes einsehen und ausdrucken. Weitere Informationen sind erhältlich beim Kreisgesundheitsamt Wolfenbüttel, Friedrich-
Wilhelm-Straße 2a, 38300 Wolfenbüttel, Telefondurchwahl 05331/ 84-501.

Fragebogen (60KB)

Schwegepflicht (22KB)

Infobrief (25KB)
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