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Datum: 07.05.2020

Corona-Virus: Wer muss in Quarantäne und wann wird getestet?

Laufend werden Menschen auf das Corona-Virus getestet. Die Tests werden in der Regel von Hausärzten, der Kassenärztlichen Vereinigung, vom Klinikum und in Ausnahmefällen dem Gesundheitsamt durchgeführt.

Wer wird getestet?

Die Entscheidung, wer getestet wird, trifft die Hausärztin oder der Hausarzt, beziehungsweise der Bereitschaftsarzt. Die Ärzte orientieren sich dabei an den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes (RKI).

Die Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie etwa erhöhte Temperaturen, Fieber, Halsschmerzen, Husten oder Kurzatmigkeit und auch Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn. Wenn diese Symptome vorliegen, sollte eine Testung erfolgen.

Insbesondere meldepflichtige Verdachtsfälle müssen getestet werden. Bei diesen betroffenen Personen liegen die oben genannten Symptome in Kombination mit folgenden Kriterien vor:

  • wenn es bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten positiven Fall gab
  • wenn es Hinweise auf eine Lungenentzündung (Pneumonie) und einen Zusammenhang mit anderen gehäuft aufgetretenen Lungenentzündungen in einer Pflegeeinrichtung oder Krankenhaus gibt.

Prinzipiell gilt: Wer keine Symptome zeigt, wird nicht getestet. Das dann wahrscheinlich negativ ausfallende Testergebnis wäre nämlich kein eindeutiges Ergebnis und würde eine falsche Sicherheit vortäuschen. Der getestete Mensch könnte wenige Tage später doch noch erkranken und dann entsprechend positiv getestet werden.

Wer kommt in Quarantäne?

In Quarantäne kommen alle Menschen, die getestet werden UND die Menschen, die Kontakt mit einem nachweislich mit dem Corona-Virus infiziertem Menschen hatten. Die zuletzt genannte Gruppe ist ansteckungsverdächtig, ohne bereits krank zu sein.

Das Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an. In der Regel sollen sich die betroffenen Menschen zu Hause isolieren. Schwerkranke werden gegebenenfalls im Klinikum isoliert.

Was passiert während einer Quarantäne?

Während einer Quarantäne darf das Haus nicht verlassen werden – auch nicht für kurze Zeit oder um Besorgungen zu erledigen. Betroffene können Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn bitten, ihnen zu helfen und beispielsweise Lebensmittel zu besorgen, die dann vor der Haustür abgestellt werden können. Sollte dies nicht möglich sein, kann das Gesundheitsamt über das Deutsche Rote Kreuz eine Versorgung veranlassen.

Um den Gesundheitszustand der Betroffenen im Blick zu behalten, stehen das Gesundheitsamt und die Betroffenen in Kontakt. Sollten sich Symptome, wie beispielsweise eine erhöhte Körpertemperatur, abzeichnen, wird ein Test veranlasst.

Auch in der Quarantäne ist es möglich soziale Kontakte zu pflegen – nur eben nicht persönlich. Eine Quarantäne kann unter Umständen auch psychisch belastend sein, daher ist es wichtig, dass Betroffene im Austausch und Kontakt mit Freunden und Familie über Telefon und Internet bleiben.

Seinen eigenen Garten darf man während der Quarantäne betreten.

Was passiert, wenn jemand gegen die Quarantäne-Auflagen verstößt?

Die Quarantäne dient dem Schutz aller Menschen vor der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus. Es ist daher sehr wichtig sich an die Anordnung zu halten. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer hohen Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorgesehen.

Wann wird man wieder aus der Quarantäne entlassen?

Wenn jemand, der gar nicht erst getestet wurde, nach 14 Tagen Quarantäne symptomfrei und gesund ist, wird die Quarantäne aufgehoben. 

Falls jemand positiv auf den Corona-Virus getestet wurde, ist der Ablauf folgender: Sofern kein Krankenhausaufenthalt aufgrund eines leichten Verlaufs bestand, erfolgt frühestens 14 Tage nach Symptombeginn die Beendigung der Quarantäne. Voraussetzung dazu ist, dass der Betroffene mindestens 48 Stunden zuvor symptomfrei war. Die Entlassung aus der Quarantäne erfolgt nach ärztlicher Rücksprache.