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28.12.2018

Jahresrückblick 2018

Die Landrätin Christiana Steinbrügge blickt auf das vergangene Jahr zurück.

Liebe Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Wolfenbüttel,

die Zeit zwischen den Jahren wird von Vielen gerne genutzt, um nach einem ereignisreichen Jahr durchzuatmen und dann das neue Jahr mit Schwung zu beginnen.

Viel Schwung haben wir im Landkreis Wolfenbüttel im vergangenen Jahr für unsere Mobilitätsprojekte erfahren. Wir freuen uns da etwa über die Zertifizierung als fahrradfreundliche Kommune, die wir gemeinsam mit der Stadt Wolfenbüttel im August erhielten. Dieses Zertifikat ist für uns Lob und Ansporn für weitere Anstrengungen in Sachen fahrradfreundliche und vernetzte Mobilität. So unterstützen wir den Ausbau der Bahnhöfe zu Mobilitätszentralen, etwa in Schöppenstedt und Börßum. Wir bauen weitere Abstellanlagen für Fahrräder und ergänzen die Beschilderung um touristische Routen.

Mobilität für Viele möglich machen

Wir sind überzeugt, dass Mobilität für Alle, unabhängig vom Geldbeutel, möglich sein muss. Als erster Landkreis in unserer Region haben wir daher das Sozialticket, ein verbilligtes Monatsticket für 25 Euro, für den Nahverkehr eingeführt, das inzwischen gut nachgefragt wird. Dafür haben Landkreis, Regionalverband Großraum Braunschweig und Verkehrsverbund fair und erfolgreich verhandelt. Außerdem danke ich dem Verein Lichtblick, der diese Diskussion angestoßen hat.

Neu gedacht wird Mobilität von den Menschen in den Dorfregionen um Evessen, Leinde und Burgdorf durch das vom Land geförderte Projekt „Autonome Dorfmobilität“, kurz Auno Domo. Dort wurden Mobilitätsvereine gegründet und neue Ideen für die speziellen Mobilitätsbedürfnisse vor Ort entwickelt. Diese reichen von Nachbarschaftsfahrdiensten über Mobilitätsapps bis hin zu Mitfahrbänken. Für diesen Ansatz, Mobilität sozusagen von unten zu entwickeln, erhalten wir viel Aufmerksamkeit auf Landes- und Bundesebene.

Das Miteinander stärken

Mehr Zeit für Menschen, das Lokale gewinnt an Bedeutung und Besser statt Mehr – das sind unsere Leitideen, die wir mit konkreten Projekten umsetzen. Dabei setzen wir auf das Miteinander und Füreinander. Wir arbeiten daran, Menschen, Vereine und Projekte zu unterstützen und das Ehrenamt zu stärken. Etwa über die Kultur- und Sportförderung oder die Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe.

Mich beeindruckt immer wieder das vielfältige und große Engagement der Menschen im Landkreis.  Ich denke an Winnigstedt, das es in diesem Jahr im Dorfwettbewerb bis in den Landesentscheid geschafft hat. Die Jury war vor allem vom Zusammenhalt im Dorf und vom Einsatz der Menschen für ihre Grundschule beeindruckt. Solche aktiven und engagierten Dorfgemeinschaften sind es, die das Leben auf dem Dorf attraktiv und anziehend machen. Daher unterstützen wir Projekte der sozialen Dorfentwicklung.

Auch als Bildungslandkreis haben wir mit dem Neubau der Oberstufe für die IGS Wallstraße einen nächsten Schritt gemacht. Als nächstes steht die Oberstufe der Henriette-Breymann-Gesamtschule auf dem Bauprogramm. Fertiggestellt wurde das Konzept für ein regionales Kompetenzzentrum für Inklusion, das in 2019 seine Arbeit aufnehmen wird.  

Neue Verwaltungsstruktur mit fünf Dezernaten

Im neuen Jahr werden wir die genannten Themen weiterverfolgen und neue in Angriff nehmen. Dazu stellen wir uns in der Kreisverwaltung zum Teil neu auf. Es wird künftig statt vier dann fünf Dezernate geben. Erster Kreisrat und mein allgemeiner Stellvertreter wird Heiko Beddig werden, das neu geschaffene Dezernat Schule, Jugend und Soziales wird Bernd Retzki als Kreisrat übernehmen.  Damit sind wir gerüstet, nicht nur unsere Pflichtaufgaben gut zu erfüllen, sondern die Zukunft im Landkreis nachhaltig zu gestalten. Der zweite Jahrhundertsommer innerhalb von 15 Jahren ist ein Grund mehr, Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung in unserem Landkreis zu übernehmen. Nachhaltig im Sinne von sozial- und umweltverträglich. Denn nur ausgeglichene Gesellschaften sind nachhaltig.

Insgesamt war 2018 ein arbeitsreiches und herausforderndes Jahr. An dieser Stelle danke ich allen, die sich hauptberuflich in der Verwaltung und ehrenamtlich in der Kommunalpolitik in Gemeinderäten, Stadträten und im Kreistag für das Gemeinwohl engagieren. Ihr Einsatz verdient Respekt und Wertschätzung.

Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben und zwischendurch auch auf Entdeckungen mit der neuen Freizeitapp des Tourismusverbandes. Der Landkreis hat viel zu bieten: Von Elm und Geopark über die Klosteranlagen und Herrenhäuser bis hin zu unseren schönen Fachwerkstädten gibt es viele Orte, die einen Besuch wert sind. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, frohes und friedvolles Jahr 2019.

Herzliche Neujahrsgrüße

Ihre
Christiana Steinbrügge
Landrätin