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11.01.2018

Pro-Aktiv-Center (PACE): Jugendberufshilfe stockt Team auf vier Mitarbeiter auf

Hilfen für junge Menschen, die keine Arbeit finden - das bietet das Pro-Aktiv-Center (PACE) des Caritasverbandes. Zielgruppe des Pro-Aktiv-Center sind auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt benachteiligte junge Menschen bis 27 Jahren.

Die Jugendlichen können sich durch das PACE beraten und unterstützten lassen, um den Einstieg in ein eigenständiges Leben zu bewältigen. Dafür arbeitet das PACE eng mit vielen Partnern, etwa den Schulen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie dem Jugendamt und dem Jobcenter des Landkreises Wolfenbüttel zusammen. Mit Beratungszeiten in Schladen und Schöppenstedt ist PACE jetzt auch im ländlichen Raum vertreten. Dazu wurden zwei neue Mitarbeiterinnen eingestellt.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Angebote vor Ort wichtig sind, denn häufig ist der Weg nach Wolfenbüttel für den Erstkontakt zu weit weg, so Jennifer Ksoll, Mitarbeiterin im PACE-Projekt. Sie bietet jeden 2. und 4. Donnerstag ab 15 Uhr Beratungsgespräche im Kinder- und Jugendzentrum (JuZ) in Schöppenstedt an. Ihre Kollegin Cathrin Kuffner ist in Schladen alle 14 Tage am Donnerstagsvormittag ab 9 Uhr anzutreffen, dort im Stadtteiltreff „Damm 25“. Zusätzlich können individuelle Termine vereinbart werden. Zusammen mit Johann Brouer und Rebecca Maschke im PACE-Büro der Caritas Wolfenbüttel steht ein vierköpfiges Team für sozial benachteiligte junge Menschen für Beratungen zur Verfügung.

„Es ist ein niedrigschwelliges Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene. Wir suchen gemeinsam nach individuellen Lösungen. Wichtig ist, dass die Jugendlichen uns vertrauen können. Die Gespräche mit ihnen unterliegen der Schweigepflicht“, sagte Andreas Piltz, der Geschäftsführer des Caritasverbandes Wolfenbüttel. In vielen Fällen gingen die Gespräche über eine reine Berufsberatung hinaus.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von PACE leisten Hilfe bei Problemen, die Jugendlichen von einer Arbeitsaufnahme oder Arbeitssuche abhielten. Das können Suchtprobleme, Schwierigkeiten im Elternhaus, Schulden oder fehlende Sprachkenntnisse sein, erklärte Piltz. Bei anderen fehle lediglich das Wissen, wie eine Bewerbung zu schreiben sei. Zusammen mit Partnern, etwa der Berufsschule, dem Jobcenter, dem Sozialamt, der Ausländerbehörde und vielen weiteren werde nach einer passenden Lösung gesucht. Die intensiven Bemühungen zahlen sich aus, so die Mitarbeitenden im PACE-Projekt, denn die Abbruchquoten sind gering.

Das wichtigste Ziel des PACE ist, die erste Anlaufstelle für Jugendliche mit massiven Problemen zu sein. „Wir leisten intensive Beziehungsarbeit“, so Johann Brouer. Oft müssen die jungen Menschen erst persönliche Krisen verarbeiten, bevor sie überhaupt fit für die Arbeitssuche sind, so Brouer.

Hintergrund

Das Pro-Aktiv-Center PACE ist in der Jugendberufshilfe tätig. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Niedersachen sowie des Landkreises Wolfenbüttel. Das Jugendamt des Landkreises Wolfenbüttel beauftragt den Caritasverband für Stadt und Landkreis Wolfenbüttel e.V. die Aufgabe der Jugendberufshilfe für Jugendliche und junge Erwachsene zu übernehmen.