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30.11.2018

Regionales Modellprojekt

Abwärme kleiner und mittelständischer Unternehmen soll der Wirtschaft helfen und zum Klimaschutz beitragen.

Viele Unternehmen produzieren Abwärme, die gegenwärtig ungenutzt in der Atmosphäre verpufft. Laut Angaben der Deutschen Energie-Agentur (DENA) werden in Deutschland jährlich rund 125 Terrawattstunden ungenutzter Abwärme in die Luft gepustet. Ein neues Modellprojekt zielt darauf ab, diese Abwärme nachhaltig für benachbarte Unternehmen, öffentliche Einrichtungen oder Privathaushalte nutzbar zu machen. So können viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Ins Leben gerufen wurde dieses Modellprojekt vom Projektträger Landkreis Goslar mit den Kooperationspartnern Landkreis Wolfenbüttel und Landkreis Northeim, das Institut für energieoptimierte Systeme der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, das Institut für Geotechnik und Markscheidewesen der Technische Universität Clausthal und das Unternehmen IP Syscon GmbH aus Hannover.

Birgit Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, hat diese Woche im Braunschweiger Amt für regionale Landesentwicklung dem Landrat Thomas Brych des Landkreises Goslar einen Förderbescheid mit einem Zuschuss in Höhe von rund 122.000 Euro für das Modellprojekt „Innovatives Abwärme/Ressourcenkataster für Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Klimaschutz“ überreicht.

Mit dem Geld soll im kommenden Jahr das Modellprojekt in den Landkreisen angeschoben werden. Ansprechpersonen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung und Innovationsberatung der Landkreise. Für den Landkreis Wolfenbüttel sind das die die Wirtschaftsförderin Ina Hallmann und die Innovationsberaterin des Landkreises Wolfenbüttel und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Katrin Beyer. Sie können für interessierte Unternehmen erste Informationen geben und werden auch aktiv auf Unternehmen zugehen. „Wir streben eine nachhaltige Vernetzung unserer Unternehmen an, nicht nur in diesem Projekt. Die heutigen Herausforderungen, vor denen unsere KMU stehen, lassen sich häufig besser gemeinsam bewältigen.“, so Hallmann.

In einem ersten Schritt soll die bislang ungenutzte Energie in einem digitalen Abwärme- und Energieressourcenportal über Unternehmensbefragungen erfasst werden, um einen Überblick über die vorhandenen Energieressourcen in der Region zu erhalten. In einem zweiten Schritt sollen dann über die Analyse von Wirtschaftlichkeits- und Wirkradien mit Unterstützung von Wirtschaftsförderung, Energieagenturen und Hochschulen konkrete Maßnahmen zur gemeinsamen Wärme- und Energienutzung abgeleitet und umgesetzt werden.

So ist beispielsweise denkbar, dass die Nachbarn eines Industrieunternehmens oder auch der Bäckerei die entstehende Abwärme für die eigene Energie- und Wärmeversorgung nutzen und somit dazu beitragen, die produktionsbedingten Ausstöße sinnvoll zu verwerten. Ministerin Honé attestierte dem Modellvorhaben hohe Innovationskraft und hob dabei vor allem positiv hervor, dass nicht nur Unternehmen und Betriebe von diesem Projekt profitieren, sondern sich auch die Bürgerinnen und Bürger an dieser nachhaltigen Energienutzung beteiligen können.

Das Modellprojekt ist zunächst auf eine Laufzeit von einem Jahr ausgelegt und hat exemplarischen Charakter. Die Übertragung auf andere Landkreise und eine Implementierung in der Region sind jedoch erklärte Zielsetzung.

Neben den Kooperationspartnern haben folgende Netzwerkpartner über den Antrag beigefügten Letter of Intent (LOI) eine Unterstützung des Projektes zugesagt:

  • BürgerEnergie Harz eG
  • Chemienetzwerk Harz e.V.
  • Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V. (ERA)
  • Harz Energie Netz GmbH
  • Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN)
  • Regionalverband Großraum Braunschweig
  • Recycling-Cluster wirtschaftsstrategische Metalle e.V. (REWIMET)
  • Südniedersachsen-Innovationscampus (SNIC)
  • Unternehmensnetzwerk Energieeffizienz im Landkreis Northeim (target GmbH)

Interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer können sich gerne bei Wirtschaftsförderin Ina Hallmann melden:

Telefon: 05331 84-824
Fax: +49 5331 84471
I.Hallmann@lk-wf.de
Raum: HG-114