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08.11.2018

Werkstatt für Vielfalt: Jeder Einzelne ist wichtig für die Demokratie

Wo beginnt Demokratie und wo endet sie? Das war die Leitfrage zur Demokratiekonferenz „Werkstatt für Vielfalt“ in die Wolfenbütteler Kommisse Ende Oktober. Rund 70 Teilnehmende folgten der Einladung und beteiligten sich an den Workshops, Gesprächsgruppen und Diskussionen zu den Themen gesellschaftliche Teilhabe, Populismus sowie interkulturellem Austausch. Die Veranstaltung richtete sich an Menschen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik, die sich über die Partnerschaft für Demokratie informieren mochten und Partner für eigene Projektideen suchen. Organisiert wurde die Demokratiekonferenz von Katja Schlager von der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Wolfenbüttel sowie von Besnik Salihi und Axel Klingenberg von der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V.

Die Organisatoren unterstützen Menschen im Landkreis dabei, sich für eine demokratische Gesellschaft und ein gewaltfreies Miteinander einzusetzen. Dazu werden zielfördernde Projekte unterstützt sowie die zahlreichen Akteure im Landkreis, die sich dazu einbringen, vernetzt. Das offene Angebot der „Werkstatt für Vielfalt“ wurde von interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie von Mitgliedern von Vereinen, Parteien und Wohlfahrtsverbänden sowie etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Gemeinden des Landkreises sowie aus den Verwaltungen von Stadt und Landkreis Wolfenbüttel angenommen. Zudem beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Religionsgemeinschaften sowie Ehren- und Hauptamtliche aus Flüchtlingsarbeit und Jugendarbeit.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden durch die stellvertretende Landrätin Christiane Wagner-Judith und dem Vorsitzenden der Freiwilligenagentur Falk Hensel. Beide machten deutlich, dass Demokratie immer heißt, möglichst viele verschiedene Menschen und Gruppen einzubinden – und dass emanzipatorische Errungenschaften keineswegs selbstverständlich sind, sondern im Zweifelsfalle auch gegen Anfeindungen verteidigt werden müssen. Andere – ehemals demokratische – Länder in Europa böten derzeit warnende Beispiele.

In den darauffolgenden Diskussionsgruppen wurden die Themen der Konferenz vertieft. Eine Islamwissenschaftlerin, ein Vertreter des Bündnisses gegen Rechtsextremismus und zwei Jugendliche aus dem Jugendforum lieferten einführende Impulsvorträge zu den Themen „Interreligiöser und interkultureller Austausch“, „Rechtsextremismus und Populismus“ sowie „Partizipation und Teilhabe“. Die Diskussionen wurden konstruktiv, aber auch kontrovers geführt. Die in den anschließenden Diskussionen entwickelten Ideen geben viele Anregungen für die Zukunft.

Zuvor startete die Veranstaltung mit einem Workshop zum Thema „Gestalten und mitbestimmen“, der von einem Referenten und einer Referentin der Landeszentrale für politische Bildung geleitet wurde, sowie einem Argumentationstraining gegen Stammtischparolen in Zusammenarbeit mit dem Landes-Demokratiezentrum in Hannover.

Die Teilnehmenden überzeugten sich vor Ort von konkreten Ergebnissen aus geförderten Projekten der Partnerschaft für Demokratie. Drei junge Leute von der „Wohnzimmerbühne – Bühne der Vielfalt“ berührten durch einen Poetry Slam, mit dem sie ernste Themen unterhaltsam und einfühlsam präsentierten.

Über die Partnerschaft für Demokratie

Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Wolfenbüttel fördert seit 2016 zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen. Sie ist eine Kooperation des Landkreis Wolfenbüttel und der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. Die Partnerschaft für Demokratie wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Weitere Informationen sind auf der Projektwebseite vieltoleranz.de erhältlich. Hier können auch eigene Projektideen eingereicht werden.