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21.09.2018

Mit "Denkt-e" schon heute im Baugebiet der Zukunft leben

Groß Denkte: Baugebiet mit Carsharing und Regenwasserzisternen

Die Gemeinde Denkte, der Projektentwickler Grünes Zentrum Braunschweig GmbH und der Landkreis zeigen, wie nachhaltiges Wohnen in der Praxis aussehen kann: Im neuen Baugebiet „Asseblick IV“ in Groß Denkte wird kein normales Wohngebiet entwickelt, sondern das „Wohnen der Zukunft“. Beteiligt daran sind viele Akteure, neben dem Investor Grünes Zentrum, der Gemeinde Denkte und dem Landkreis auch die Ostfalia, die Firma Landstrom und noch manche mehr. So wie seit vielen Jahrzehnten Straßen, Trinkwasser und Abwasser zu einem neuen Baugebiet gehören, wird den Bauherren im „Asseblick IV“ mehr geboten: Regenwasserzisternen auf jedem Grundstück und Carsharing von Anfang an. „Das ist besonders im ländlichen Raum noch sehr ungewöhnlich und stellt eine große Zusatzattraktivität dar“, betont Ursula Pultke vom „Grünen Zentrum“ in Braunschweig, welches die Grundstücke erschließt und vermarktet.

Der Bürgermeister der Gemeinde Denkte, Guido Bartschat, freut sich: „Die Offenheit der Gemeinde zahlt sich jetzt aus!“ Mit dem neuen Baugebiet würden auch Interessenten angesprochen, die die Zeichen der Zeit erkannt hätten: „Wir alle stehen am Beginn der Zeitenwende hin zu einer ökologischen, nachhaltigen Lebensweise. Und da ist unser neues Baugebiet ein Meilenstein!“ Sven Strube, Honorarprofessor an der Ostfalia und Experte für Elektromobilität, stimmt dem zu: „In einem Neubaugebiet mit modernen, energieoptimierten Häusern ist die Mobilität der größte Energiefresser, nicht mehr das Wohnen als solches. Deshalb sind Carsharing und Elektroantrieb – daher der Projektname „Denkt-e“ – so wichtige Bausteine unserer künftigen Lebensweise!“ Das gilt selbstverständlich nur, wenn der Strom als Antriebsenergie aus erneuerbaren Quellen stammt – wie in Groß Denkte: Auf dem Carport des Carsharing-Parkplatzes wird eine Solaranlage errichtet, ergänzend wird Ökostrom des regionalen Energieanbieter Landstrom eingesetzt. Diesen Ökostrom – überwiegend aus Windkraft – können die Bauherren, ebenso wie klimaneutrales Gas, auch für ihre privaten Verbräuche beziehen.

Beim Carsharing, das übrigens auch allen anderen Bürgern Groß Denktes und Umgebung offen steht, ist neben zwei Elektrofahrzeugen auch ein 7-Sitzer mit Benzinmotor vorgesehen. So haben die Nutzer je nach Situation die Auswahl. Die vielleicht größte Besonderheit ist das monatliche Startguthaben von 80 Euro pro Haushalt über drei Jahre hinweg. Das soll die Gewöhnung an die diese für viele Menschen neue Mobilitätsform erleichtern, ebenso wie die Begleitung des Projektes seitens der Ostfalia: „Wir werden eine Mobilitäts-Community anbieten, um eine intensive nachbarschaftliche Kommunikation zu fördern“, sagt Sven Strube. So soll es für so manchen unter den Groß Denkter Neubürgern unnötig werden, sich wegen des Umzugs aufs Land einen Zweitwagen anzuschaffen.
Nach diesem extrem trockenen Sommer dürften sich die Bauherren am „Asseblick IV“ besonders über die Regenwasserzisternen auf jedem Grundstück freuen. Sie geben die Möglichkeit, auch bei langen Dürreperioden auf kostbares und vielleicht sogar knapp
werdendes Trinkwasser für sprießende Gemüsebeete und grüne Gartenwiesen verzichten zu können. „Außerdem trägt die Regenwasserspeicherung zum so wichtigen Hochwasserschutz bei“, betont Volker Warnecke, der mit seinem Büro den Bebauungsplan entwickelt hat.

Dieser wurde im August vom Gemeinderat Denkte beschlossen, so dass bereits im nächsten Sommer die ersten Neubürger in ihre Häuser einziehen dürften. Mit der Welt werden diese aufs Beste verbunden sein, dank der beispielhaften Breitbandversorgung im Landkreis Wolfenbüttel. Claus-Jürgen Schillmann vom Landkreis ist überzeugt: „Glasfaserkabel bis ins Haus hinein wird so manchem Bewohner des Asseblicks ein Arbeiten von zuhause aus attraktiv erscheinen und so manchen Arbeitsplatz im Wohngebiet entstehen lassen.“