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29.07.2017

Aktuelle Hochwasserlage in Wolfenbüttel

[aktualisiert] Der Katastrophenstab des Landkreises informiert:

Bürgertelefon

Für Fragen rund um das aktuelle Hochwasser und daraus resultierende Beeinträchtigungen wurde vom Katastrophenstab des Landkreises bei der Stadt Wolfenbüttel ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist am Freitag, 28. Juli, ab 9 Uhr bis 16 Uhr unter der Rufnummer 05331 86-150 beziehungsweise -151, -152, -153 oder 154 erreichbar.

Weitere aktuelle Information auf der Seite der Stadt Wolfenbüttel.

Appell an die Arbeitgeber vom Katastrophenstab des Landkreises Wolfenbüttel

"Ohne die Hilfsbereitschaft und das Entgegenkommen seitens der Arbeitgeber wäre ehrenamtliche Feuerwehrarbeit nicht möglich. Das wird einmal mehr in der aktuellen Hochwassersituation deutlich. Neben der Bereitschaft der Feuerwehrmitglieder, im Einsatzfall zu jeder Tages- und Nachtzeit alles stehen und liegen zu lassen, sind es auch die Firmen und Unternehmen der bei ihnen beschäftigen Feuerwehrleute, die im Ernstfall eine schnelle Hilfe möglich machen.

„Natürlich hoffen wir, dass diese Bereitschaft auch in der derzeitigen Ausnahmesituation von den Firmen und Unternehmen beibehalten wird“, appellieren Landrätin Christiana Steinbrügge und Bürgermeister Thomas Pink an die Arbeitgeber. „Die zahlreichen Helferinnen und Helfer der Feuerwehren haben ihr Engagement in den vergangenen Tagen schon bis an die persönliche Leistungsgrenze unter Beweis gestellt und werden es leider in den nächsten Stunden und Tage weiter tun müssen, um die eingetretene Situation zu bewältigen“.

Stadt und Landkreis wüssten genau, was sie den ehrenamtlichen Helfern aber auch den Arbeitgebern zumuten. Die Verwaltungschefs seien aber auch stolz darauf, wie die Gesellschaft zusammen stehe, wenn es darauf ankäme."


28. Juli, nachts

der Katastrophenstab hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um mögliche Schadensgebiete festzustellen. Derzeit treffen regelmäßig Informationen der Einsatzkräfte vor Ort ein, diese werden momentan ausgewertet.

Der Scheitelpunkt des Wasserpegels ist noch nicht erreicht. Eine weiterer Anstieg wird erwartet. Der Einsatzschwerpunkt der Kräfte ist derzeit in der Innenstadt.

Seit 0.15 Uhr sind 110 Feuerwehreinsatzkräfte der Feuerwehrbereitschaft Gifhorn im Einsatz. Die Feuerwehr-Bereitschaft Ost des Landkreises Wolfenbüttel ist mit 85 Personen im Einsatz, ebenso die Radladergruppe aus Helmstedt. Das DRK Wolfenbüttel ist mit rund 30 Personen im Dienst.

Die Versorgung mit Kraftstoffen für die Einsatzkräfte ist sichergestellt.

Die Einsatzstellen im Detail:

- Am Rosenwall werden aktuell rund 30 Anwohner evakuiert und mit KVG-Bussen ins Jugendgästehaus gebracht. Ein Anwohner ist beatmungspflichtig und wird vom Rettungsdienst zum Jugendgästehaus gefahren.
- Das Pflegeheim an den Steinhäuser Gärten wird derzeit teilevakuiert. Das betrifft die untere Etage. 20 Bewohner, zum Teil stark pflegebedürftig, werden in das Städtische Klinikum Wolfenbüttel gebracht.
- In der Lindenhalle werden die Einsatzkräfte aus Gifhorn vom DRK versorgt.
- Weitere auswärtige Einsatzkräfte werden um 7 Uhr am Freitagmorgen erwartet.

27. Juli, abends

Aufgrund der kritischen Hochwassersituation hat der Landkreis Wolfenbüttel um 21.21 Uhr den Katastrophenfall im Landkreis festgestellt. Der Katastrophenstab des Landkreis ist im Wolfenbütteler Rathaus tätig. Dort koordiniert er zur Zeit zentral die weiteren Einsätze und Hilfsmaßnahmen. Zum Krisenstab gehören Vertreter der Verwaltung, unter anderem der Wolfenbütteler Bürgermeister Thomas Pink und Landrätin Christiana Steinbrügge, sowie Vertreter der beteiligten Einsatzkräfte. Weitere überörtliche Hilfskräfte sind angefordert.

„Wir haben weitere Einsatzkräfte aus den umliegenden Kommunen, Salzgitter und Gifhorn beispielsweise hinzugezogen. Wegen der Notwendigkeit der zentralen Leitung habe ich den Katastrophenfall festgestellt“, erklärt Christiana Steinbrügge.

Thomas Pink verdeutlicht: „Am Donnerstag um 11.30 Uhr hatten wir die erste Lagebesprechung, danach ist die Lage explodiert. Die erhoffte Entspannung der Hochwassersituation erfolgte nicht, um halb vier wurde der Rosenwall in Wolfenbüttel überschwemmt. Die Situation in der Innenstadt ist kritisch.“

[12:51 Uhr] Die Stadt Wolfenbüttel informiert:

Das erwartete Hochwasser kommt langsam in Wolfenbüttel an. Die freiwilligen Helfer der Wolfenbütteler Feuerwehren, SBW und ABW sowie Stadtverwaltung arbeiten weiterhin Hand in Hand und treffen die entsprechenden Vorkehrungen.

Aktuell wird für die kommenden Stunden mit einer deutlichen Zunahme der Wassermenge gerechnet. Vereinzelte Überschwemmungen im Stadtgebiet sind möglich. Den Bürgerinnen und Bürgern in den markanten Gebieten wird weiterhin empfohlen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Im Bereich des Friedrich-Ludwig-Jahn-Platzes wird die Feuerwehr einen mobilen Schutzdeich aufstellen. Die Fußgängerbrücken im Bereich Friedrich-Ludwig-Jahn-Platz und Friedrich-Ebert-Allee werden gesperrt.

Gesperrt wird auch der Meesche-Parkplatz. Autofahrer werden gebeten, ihre Fahrzeuge dort zu entfernen. Dies gilt auch für die Parkplätze zwischen Rosenwall und Okerstraße. Die Straße bleibt vorerst noch offen, kann bei auftretendem Hochwasser allerdings kurzfristig gesperrt werden.

Weiterhin gesperrt ist die Straße Am Bache und die Schäferbrücke in Stöckheim, der Geh- und Radweg entlang der Oker im Bereich des ehemaligen Germania-Platzes in Richtung Grünlandweg und der Geh- und Radweges entlang der Oker zwischen Lindenhalle und Drei-Linden-Brücke.