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12.06.2017

Impulse für den ländlichen Raum: Eckpunktepapier zur Elektro-Mobilität unterzeichnet

Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Wolfenbüttel, der Mitgliedsgemeinden und der Ost-falia Hochschule für angewandte Wissenschaften haben am 12. Juni ein Eckpunktepapier zur Elektro-Mobilität unterschrieben. Zu den in der Absichtserklärung gesteckten Zielen gehört der Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Erhöhung des Anteils von E-Autos und E-Bikes in den Fuhrparks der Verwaltungen sowie der Aufbau eines Car-Sharing-Systems mit E-Autos.

Weiterhin sollen die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises in Veranstaltungen regelmäßig über Elektro-Mobilität informiert werden. Zudem sind kostenlose Probefahrten mit Elektro-Autos für Bürgerinnen und Bürger geplant. Die Ziele sollen 2019 umgesetzt sein.

E-Mobilität für den ländlichen Raum

„Wir möchten E-Mobilität sichtbar machen. Die Technologie ist bereits jetzt alltagstauglich für die private, gewerbliche und kommunale Nutzung“, so Landrätin Christiana Steinbrügge. Damit dieses Ziel erreicht wird, haben sich der Landkreis und die Mitgliedsgemeinden zusammengeschlossen.
Mit E-Mobilität sind nicht nur E-Autos gemeint, sondern auch E-Bikes und der elektrifizierte ÖPNV. Durch eine intelligente Vernetzung soll so eine verbesserte Mobilität ermöglicht werden – gerade im ländlichen Raum.

„Der ländliche Raum eignet sich perfekt für die E-Mobilität“, sagte Sven Volkers, Leiter des Amtes für Bauen und Planen im Landkreis sowie Vertreter der Stiftung Zukunftsfonds Asse. Viele Menschen im Landkreis haben – anders als in großen Städten - eigene Garagen oder Car-Ports, und können dort E-Autos oder E-Bikes aufladen. Zudem gibt es viele Zweitautos, die häufig für kürzere Wege verwendet werden. Außerdem pendeln Berufstätige vielfach aus dem Landkreis aus. Hier greifen dann Vorteile, die E-Autos eingeräumt werden, etwa kostenfreie Parkplätze.

Probefahrten, E-Car-Sharing und Nutzung des kommunalen Fuhrparks

Über die Vorteile und Möglichkeiten der E-Mobilität sollen die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises regelmäßig in Veranstaltungen informiert werden. Angedacht sind einwöchige Probe-fahrten mit E-Autos. Bürgerinnen und Bürger können so im Alltag den Einsatz eines E-Autos testen. Vor allem der Frage nach der Reichweite soll so begegnet werden. Die sei für die meisten Fahrten gut, meint Volkers. Er fährt selbst ein E-Auto und pendelt täglich aus der Samtgemeinde Sickte nach Wolfenbüttel. In den Kommunen und den Eigenbetrieben soll der Anteil von E-Autos erhöht werden. Schon jetzt haben der Landkreis, die Gemeinde Cremlingen sowie die Samtgemeinde Sickte E-Autos. Mit dem Aufbau eines E-Car-Sharing-Systems wird überlegt, die kommunale Flotte in das Car-Sharing einzubeziehen.

Kooperation mit der Ostfalia

Aktiv begleitet wird der Prozess vom Centrum für Elektro-Mobilität (CEMO) der Ostfalia. Die Stadt arbeite bereits seit einem Jahr mit dem CEMO zusammen, so der Wolfenbütteler Bürgermeister Thomas Pink. Die Stadt habe bereits einige Maßnahmen umgesetzt. Erst am vergangenen Sonntag wurde die vierte öffentliche Lade-Säule an der Reichsstraße eingeweiht. Zusammen mit der Kraftverkehrsgesellschaft mbH Braunschweig (KVG) habe man den ersten E-Bus für den ÖPNV angeschafft. Thomas Cerbe vom CEMO fügt hinzu: „Es geht nicht so sehr um wissenschaftliche Begleitung, sondern um die praktische Umsetzung und Überprüfung der Maßnahmen.“

Das E-Bike: Chancen für Tourismus und Berufsverkehr

„Es ist enorm wichtig, dass wir eine Infrastruktur bekommen, die E-Mobilität begünstigt“, so Marc Lohmann, Samtgemeinde-Bürgermeister in Oderwald. Das betreffe vor allem Radabstell-Möglichkeiten, die ein vernetztes Mobilitätsangebot begünstigen. Zudem sollen E-Bikes sicher an Bahnhöfen verwahrt werden können. Gerade für den Tourismus eröffneten E-Bikes neue Chancen, so Petra Eickmann-Riedel. Mit E-Bikes könne etwa der Elm gut erforscht werden, so die Samtgemeinde-Bürgermeisterin aus Sickte.

Das Eckpunktepapier zur Elektro-Mobilität

Das am 12. Juni 2017 unterzeichnete Eckpunktepapier zur Elektro-Mobilität ist eine Absichtserklä-rung zur Förderung der Elektro-Mobilität im Landkreis. Die Ziele des Papiers sollen bis 2019 umge-setzt sein. Unterzeichnete waren die hauptamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Gebietskörperschaften im Landkreis Wolfenbüttel, der Landrätin des Landkreises Wolfenbüttel sowie der Kooperationspartner Stiftung Zukunftsfonds Asse sowie das CEMO – Centrum für Elektromobilität der Ostfalia. Die offizielle Auftakt-Veranstaltung ist am 15. Juni in Lucklum.