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01.07.2019

Migranten-Eltern-Netzwerk im Landkreis gegründet

Im Landkreis Wolfenbüttel haben am vergangenen Dienstag, 25. Juni 2019, engagierte Eltern einen regionalen Ableger des Migranten-Eltern-Netzwerks gegründet. Rund 100 Gäste nahmen an der Auftaktveranstaltung im Orchestersaal der Landesmusikakademie teil, darunter Landrätin Christiana Steinbrügge und die Referatsleiterin Migration und Teilhabe des niedersächsischen Sozialministeriums, Maren Brandenburger. Mit dem Netzwerk sollen Eltern Angebote erhalten, damit sie ihre Kinder besser, sicherer und informierter unterstützen können. Noch immer haben rund 13 Prozent der Jugendlichen mit Migrationshintergrund keinen Schulabschluss, im Vergleich zu fünf Prozent ohne Migrationshintergrund. Unterstützt wird das Netzwerk von der Evangelischen Familienbildungsstätte Wolfenbüttel und dem Bildungszentrum im Landkreis Wolfenbüttel.

„Eine gute Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg in unserer leistungsorientierten Gesellschaft“, sagte Dr. Anwar Hadeed während der Veranstaltung. Hadeed ist Geschäftsführer des Vereins „Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen“ (amfn e.V.). Das Wolfenbütteler Netzwerk ist das mittlerweile 9. Regionalnetzwerk des amfn e.V. in Niedersachsen. Der Bildungserfolg sei abhängig von der Unterstützung durch die Eltern, so Hadeed. Viele Eltern seien überfordert – die Gründe dafür seien fehlende Informationen, Sprachbarrieren, eine ausbaufähige Elternbeteiligung an Schulen aber auch Diskriminierungen. „Wir stellen daher die Eltern in den Mittelpunkt“, erklärte Hadeed. Der amfn e.V. sieht sich als Interessenvertretung von und für Eltern mit Migrationshintergrund.

Der Impuls zur Gründung kam aus der Abteilung Integration und Gesellschaft des Bildungszentrums Landkreis Wolfenbüttel. Landrätin Christiana Steinbrügge betonte in ihrer Begrüßung, wie wichtig es sei, die Elternkompetenz zu stärken: „Wir unterstützen die Gründung dieses Migranten-Eltern-Netzwerks ausdrücklich. Es hilft Eltern, ihre Kinder in ihren Bildungschancen zu unterstützen. Sie werden ermutigt und erhalten eine Stimme, um sich für die schulischen Belange ihrer Kinder einzusetzen.“

„Integration kann nur vor Ort gelingen“, sagte die Referatsleiterin Migration des niedersächsischen Sozialministeriums, Maren Brandenburger. Daher sei ein regionales Netzwerk zu begrüßen. Dem Landkreis und dem amfn e.V. machte sie das Angebot, eng zusammenzuarbeiten und sich über die Netzwerkarbeit auszutauschen.

Kontakt zum Netzwerk

Vita Feldmane-Millere von der Evangelischen Familienbildungsstätte Wolfenbüttel: Vita.feldmane.efb@lk-bs.de