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29.07.2019

AUNO DOMO: Mitfahr-System für Burgdorf startet

Aktionstag am 10. August.

Mit einem Aktionstag am Samstag, 10 August startet das Mitfahrsystem in der Gemeinde Burgdorf (Samtgemeinde Baddeckenstedt). „Von 15 bis 18 Uhr wird in jedem unserer fünf Dörfer an einem der Mitfahrpunkte eine Dorfaktion stattfinden“, lädt Dieter Hefner, der Vorsitzende des Vereins Burgdorf mobil, die ganze Bevölkerung zu Spiel, Spaß, Infos, Essen & Trinken ein. Außerdem kann man bei einer Mitfahr-Rallye das Mitfahrsystem testen: Wer in mindestens drei Orten Stempel sammelt, nimmt um 18 Uhr beim Mitfahr-Fest in Burgdorf an der Verlosung attraktiver Preise teil. Selbstverständlich könne man bei der Rallye, so Hefner, auch das Fahrrad nutzen.

Dieter Hefner und seine bis zu 30 Mitstreiter von Burgdorf mobil sind stolz auf das Erreichte, denn bis zum fertigen Mitfahrsystem für Burgdorf war es ein weiter Weg. Seit 2018 planen etwa 30 Menschen aus Burgdorf ein Mobilitäts-System unter der Maxime „Für jeden zu jeder Zeit das richtige Verkehrsmittel“. Auslöser und Unterstützer für das Burgdorfer Engagement ist das Modellprojekt „Autonome Dorfmobilität“ des Fachbüros merkWATT aus Braunschweig, in dem mit Unterstützung des Landes Niedersachsen und der Stiftung Zukunftsfonds Asse neue Mobilitätsformen für ländliche Räume entwickelt und getestet werden.

Ein wichtiger Baustein der neuen Mobilität ist das Mitfahrsystem, für das auch in der Fachwelt große Zukunftspotenziale gesehen werden. „Es gibt so viele ungenutzte Kapazitäten in den vielen Autos, dass eigentlich niemand Mobilitätsprobleme haben müsste. Die Bevölkerung muss sich nur gemeinsam organisieren“, sagt Michael Fuder merkWATT. Und dabei sei das Mitfahrsystem eine wichtige Hilfe. 

Wie funktioniert das Mitfahrsystem genau? „Im Prinzip ganz einfach: Zum Mitfahr-Punkt gehen, sich bemerkbar machen, einsteigen, mitfahren“, sagt Dieter Hefner. Natürlich, so hat die Planungsphase gezeigt, haben die Menschen ganz viel Fragen und auch Bedenken, zum Beispiel zur Versicherung. Die Lösungen und Antworten hat Burgdorf mobil als „FAQ“ auf seiner Internetseite www.burgdorf-mobil.info eingestellt. 

Die bekannten Mitfahrbänke sind ein Element von mehreren im Mitfahrsystem. „Wir sind dem Verein Vielfalt Innerste und etlichen Sponsoren sehr dankbar, dass sie uns Bänke gebaut und finanziert haben“, freut sich Dieter Hefner. An jeder der Bänke werde bis zum Start am 10. August ein Mitfahrschild sowie eine Informationstafel angebracht. Wichtig ist den Machern auch die Mitfahr-Plakette: Wer möchte, kann sich registrieren lassen und mit einer Plakette in der Hand oder in der Windschutzscheibe signalisieren: Ich gehöre dazu. „Jede Plakette hat dabei eine individuelle Nummer, so dass das Mitfahren nicht anonym ist. Mitfahrten werden zur Not nachvollziehbar, und gleichzeitig bleiben die persönlichen Daten geschützt“, sagt Michael Fuder. 

Auch eine elektronische Variante für das Mitfahren ist in Arbeit. „Man kann es kaum glauben, aber es gibt bislang noch kein wirklich gutes Mitfahrportal für kurzfristige Fahrten des täglichen Lebens im Nahbereich, das zudem auch Informationen zum ÖPNV gibt“, stellt Sabine Neef von merkWATT fest, die seit über zwei Jahren an diesem Thema arbeitet. „Aber wir hoffen sehr, dass wir gemeinsam mit dem Regionalverband bald soweit sind, auch das elektronische Mitfahren einführen zu können.“ 

Es wird also deutlich: Das Mitfahren in Burgdorf wird am 10. August starten, aber die Arbeit der Weiterentwicklung geht weiter. Zum Beispiel sind Bänke auch in wichtigen Zielorten außerhalb der Gemeinde Burgdorf in Vorbereitung, zum Beispiel an der Bahnstation Hoheneggelsen und in Söhlde. 

„Wir hoffen sehr, dass viele Menschen aus Burgdorf beim Mitfahren mitmachen. Denn wir alle sind die Gewinner der neuen Mobilität!“, sagt Dieter Hefner und hofft beim Start am 10. August viele fröhliche Gesichter.