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16.11.2018

Reservisten für Kriegsgräbereinsatz geehrt: Einsatz für den Frieden

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreut 2,6 Millionen Soldatengräber in 45 Ländern. Allein auf dem größten deutschen Soldatenfriedhof in Westeuropa, im belgischen Lommel, sind über 39.000 Soldaten bestattet. Die Reservistenkameradschaft Hornburg/Schladen war im Juni 2018 für einen elftägigen Pflegeeinsatz auf dem Friedhof Lommel, rund 20 Kilometer südlich von Eindhoven. Für Ihren Einsatz wurden die neun Soldaten nun geehrt. Den Festakt nahm der Geschäftsführer des Wolfenbütteler Kreisverbandes des Volksbundes, Stephan Thiele, in der Landkreisverwaltung vor.

Auf dem Friedhof Lommel haben die Reservisten Grabkreuze freigeschnitten und gereinigt, die Beete von Unkraut gesäubert und weitere landschaftsgärtnerische Arbeiten durchgeführt. Zudem wurde den Toten in einer Gedenkveranstaltung gedacht. Unterkunft fanden die Reservisten in der internationalen Jugendbegegnungsstätte des Volksbundes, die in der Nähe des Friedhofes liegt.

Geehrt wurden Obergefreiter d.R. Jens Kind, Oberstleutnant d.R. Harald Nielebock, Hauptgefreiter d.R. Hartmut Schmidt, Obergefreiter d.R. Volker Hoyer, Obergefreiter d.R. Frank Lazar, Obergefreiter d.R. Karl-Heinz Müller, Gefreiter d.R. Frank Peinemann, Oberstabsgefreiter Tim Jendroska sowie Hauptgefreiter Kevin Meurer. Der Kreisgeschäftsführer des Volksbundes Stefan Thiele ehrte in Vertretung des Kreisvorsitzenden Martin Hortig.

Hintergrund

Unmittelbar nach Abschluss des Kriegsgräberabkommens zwischen der deutschen und belgischen Regierung im Jahr 1952 begann der Volksbund das in einem großen Heidegebiet liegende Gräberfeld Lommel gärtnerisch zu gestalten. Über 39.000 Soldaten liegen hier begraben. Für jeweils zwei Tote wurde ein Betonkreuz gesetzt.

Bei den Ausbauarbeiten des Friedhofes halfen während der Sommermonate der folgenden Jahre Jugendliche aus 15 Nationen mit. Sie hatten sich hier in nationalen und internationalen Jugendlagern des CVJM, des Kolpingwerkes und des Jugendaufbauwerkes Schleswig-Holstein zusammengefunden. Hier entstand das Motto "Versöhnung über den Gräbern", das für die Jugendarbeit des Volksbundes gilt und noch durch "Arbeit für den Frieden" ergänzt wurde.

In der "Internationalen Jugendbegegnungsstätte Lommel arbeiten Jugendliche aus verschiedenen Ländern daran, dass die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft nicht vergessen werden und sorgen bei der Begegnung von Gleichaltrigen aus vielen Ländern dafür, dass Europa stärker zusammenwächst.

Schirmherr des Volksbundes ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.