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Risikogewässer

Risikogewässer

Eine Erstellung von Risikokarten erfolgt für die Gewässer, an denen nach der vorläufigen Bewertung potenzielle signifikante Hochwasserrisiken vorhanden sind. Das sind im Landkreis Wolfenbüttel die Innerste, die Oker und neu die Altenau und die Wabe.

Die Risikokarten werden vom Land Niedersachsen (vertreten durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) bearbeitet. Sie geben Auskunft über die von Hochwasser betroffenen Flächen und das Ausmaß der Gefahren und Risiken.

Die Detailkarten für die Innerste und die Oker sind über die Internetseite des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz einsehbar. Siehe Link.

Für die Altenau und die Wabe stehen bisher keine Detailkarten zur Verfügung.

Die festgesetzten Überschwemmungsgebiete  weisen ein hundertjährliches Hochwasser, das sogenannte HQ 100, aus. Für die Berechnungen der Risikogebiete wird der Wert der Berechnung der Überschwemmungsgebiete mit dem Faktor 1,3 multipliziert. Der errechnete Wert wird als HQextrem bezeichnet und ist i.d.R. größer als ein HQ 200 und geht daher über die festgesetzten Überschwemmungsgebiete hinaus.

Weitergehende Informationen zu diesen Themen können Sie im auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz erhalten.

Bauliche Anlagen in Risikogebieten (außerhalb von Überschwemmungsgebieten) (siehe § 78 b Wasserhaushaltsgesetz-WHG) sollen nur in einer dem jeweiligen Hochwasserrisiko angepassten Bauweise nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet oder wesentlich erweitert werden, soweit eine solche Bauweise nach Art und Funktion der Anlage technisch möglich ist; bei den Anforderungen an die Bauweise sollen auch die Lage des betroffenen Grundstücks und die Höhe des möglichen Schadens angemessen berücksichtigt werden.

Im Hochwasserfall kann es durch Strömung, Wasserdruck und Auftriebskräfte zu Schäden am  Gebäude kommen. Hier sollten insbesondere erhöhte Anforderungen an die Gebäudestandsicherheit hinsichtlich der Auftriebssicherheit berücksichtigt werden.
In potentiell gefährdeten Bereichen ist auf die Verwendung geeigneter Baustoffe und Dämmmaterialen zu achten (z.B. Herstellung der Sohlplatte aus wasserundurchlässigem Beton). Nähere Informationen zu hochwasserbeständigen (Bau-) Materialien finden Sie in der Hochwasserschutzfibel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit entnehmen. Diese kann auch im Internet eingesehen werden. Siehe Link.

In Risikogebieten außerhalb von Überschwemmungsgebieten ist die Errichtung neuer Heizölanlagen verboten, wenn andere weniger wassergefährdende Energieträger zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten zur Verfügung stehen oder die Anlage nicht hochwassersicher errichtet werden kann. Bestehende Heizölanlagen sind bis zum 05. Januar 2033 nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hochwassersicher nachzurüsten (§ 78 c WHG).

Die Mitarbeitenden der unteren Wasserbehörde beraten Sie unter der Telefonnummer 05331-84 386 gerne zur Heizöllagerung in Risikogebieten.

Karte für die Risikogewässer in Niedersachsen (PDF)

Links

Risikokarten für die Innerste:

für Wartjenstedt bis Baddeckenstedt (PDF)

für Heere und Sehlde (PDF)

Risikokarten für die Oker:

Wolfenbüttel bis Dorstadt (PDF)

Heiningen bis Schladen (PDF)

  

Informationen zu Risikogebieten

Hochwasserschutzfibel (PDF)