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Klimaschutz ist cle[WF]er

Klimaschutz ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die einer unnatürlichen globalen Erwärmung entgegen wirken und mögliche Folgen abmildern oder verhindern sollen. Weil der Klimawandel aus Sicht vieler Forscher bereits nicht mehr völlig zu stoppen, sondern nur noch zu mildern und zu begrenzen ist, sind neben der Verringerung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe Maßnahmen zur Anpassung an den unvermeidlichen Klimawandel nötig (z.B. im Hochwasserschutz).

Hauptansätze des Klimaschutzes sind zum einen die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen, die durch landwirtschaftliche und industrielle Produktion, durch Energieverbrauch im Verkehr, in Privathaushalten und im öffentlichen Raum freigesetzt werden. Zum anderen geht es um die Erhaltung und um die gezielte Förderung solcher Naturbestandteile, die das mengenmäßig bedeutsamste Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aufnehmen. Dabei handelt es sich z.B. um große Waldareale oder um Feuchtgebiete wie Moore und Flussauen.

Der Landkreis Wolfenbüttel / Umweltamt arbeitet an der Umsetzung seines integrierten Klimaschutzkonzeptes. Das Hauptaugenmerk der Klimaschutz-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt auf den Energieverbräuchen und Treibhausgas-Emissionen der privaten Haushalte und der kommunalen Liegenschaften. Daneben werden aber auch die Sektoren Konsum und Verkehr betrachtet.

Klimaschutzmanager des Landkreises Wolfenbüttel

Aufbauend auf das von der Firma merkWATT erstellte Konzept für das Klimaschutzmanagement hat der Landkreis Wolfenbüttel zum 1. April 2015 Herrn Dipl.-Ing. (FH) - Versorgungstechnik Armin Herglotz als Klimaschutzmanager zunächst auf drei Jahre befristet eingestellt.

Die Personalstelle ist im Umweltamt - Arbeitsbereich Klimaschutz angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Umgesetzt wird das Förderprogramm durch den Projektträger Jülich (PTJ). Auf Grundlage des Fördermittelbescheides (Förderkennzeichen 03KS00037) wird ein Zuschuss in Höhe von 65 % bei einer Laufzeit von 3 Jahren gewährt. Mit der jetzt anschließenden zweijährigen Weiterförderung (bis 30.03.2020) in Höhe von 40 % durch das PTJ ist eine Verstetigung der Klimaschutzaufgaben im Anschlussvorhaben möglich.

Die Hauptaufgabe des Klimaschutzmanagers ist die Umsetzung der Konzeption für das Klimaschutzmanagement des Landkreises Wolfenbüttel. Dieses wurde im Juli 2014 vom Kreistag verabschiedet.

Dabei soll in enger Kooperation mit den kreisangehörigen Kommunen die Realisierung der Energiewende voran gebracht werden. Ziel ist eine CO2-Einsparung von 40 % bis zum Jahr 2020 und 90 % bis zum Jahr 2050 (gegenüber dem Referenzjahr 1990).
Inhaltlich wird die Minderung der Energieverbräuche, die Produktion erneuerbarer Energien sowie die Anpassung der Energieversorgung z.B. an deren Verfügbarkeit stehen.

Dies wird umfassend bezogen auf die Energieverbräuche und Treibhausgas-Emissionen aller relevanten Sektoren, wie z.B. öffentliche Liegenschaften, Konsum und Verkehr. Weiteres Aufgabenfeld ist die Beratung der Bürger im Bereich der Energieeinsparung privater Haushalte und des Konsums.

Konkrete Maßnahmen

  • Fortführung der CO2-Bilanzierung für den Landkreis Wolfenbüttel
  • Umsetzung des Masterplanes „100 %Klimaschutz für den Großraum Braunschweig“ des Regionalverbandes Großraum Braunschweig
  • Umsetzung der Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung
    • Klimaschutzmaßnahmen in privaten Haushalten
    • Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen und Vereinen (gefördert durch die Stiftung Zukunftsfonds Asse)
  • Erhöhung der Solarenergieflächen und der Anzahl von Biomassekesseln
  • Kommunaltour „Klimaschutz in Kommunen“ - mit persönlichen Gesprächen vor Ort
  • Umsetzung des kommunalen Energiecontrollings in Kommunen
    • Organisation und Durchführung von Netzwerktreffen
    • Auswertung von Energieberichten kommunaler Liegenschaften
  • Öffentlichkeitsarbeit für Bürger und Kommunen (Veranstaltungen, Informationsabende, Broschüren, Bürgerbriefe, Energiesparwettbewerb etc.)
  • Energetische Quartiersanierung und klimafreundliche Siedlungsentwicklung
  • Umsetzung  von Energieeffizienzstandards in Neubaugebieten
  • Nutzersensibilisierung zur Energieeinsparung in der Verwaltung
  • Modellprojekt „Mobilität im ländlichen Raum“
  • Bewerbung der Baumpflanzaktion „Braunschweiger Modell“ in Zusammenarbeit mit der UNB
  • Beteiligung im Klimaschutznetzwerk des Regionalverbands Großraum Braunschweig
  • Zusammenarbeit mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN)
  • Beteiligung in der „Umweltgruppe Wolfenbüttel“

Förderprogramm „Klimaschutzmaßnahmen in privaten Haushalten“

Neu: Wallbox-Förderung

28. Februar 2020: Das Förderprogramm des Landkreises Wolfenbüttel „Klimaschutzmaßnahmen in privaten Haushalten“ wird um eine Sonderförderung für Wallboxen ergänzt. Ab dem 1. März 2020 können Zuwendungsanträge für die Sonderförderung: „Ladeinfrastruktur für reine Batteriefahrzeuge - Wallbox-Förderung“ gestellt werden.

Gefördert wird der Kauf einer Wallbox bis maximal 22 kW Ladeleistung. Die Zuwendung ist begrenzt auf eine Wallbox pro Wohneinheit die sich im Landkreis Wolfenbüttel befindet und das Gebäude nicht mehr als 6 Wohneinheiten hat.

Die Zuwendungshöhe beträgt 300 Euro pro Wallbox. Die Zuwendung wird zur Projektförderung als nicht rückzahlbare Festbetragsförderung gewährt.

Die Zuwendung ist auf die ersten 200 vollständig eingegangenen Zuwendungsanträge begrenzt, die durch Zuwendungsbescheide bewilligt wurden, solange das Förderprogramm angeboten wird und Zuwendungsmittel zur Verfügung stehen.

Die Zuwendungsgrundsätze mit den Zuwendungsvoraussetzungen und das Antragsformular für die Wallboxförderung können hier heruntergeladen werden. Der Zuwendungsantrag kann direkt am Computer ausgefüllt und mit den notwendigen Anlagen an den Landkreis gemailt werden. Alternativ kann der Antrag per Post geschickt werden.


Förderprogramm des Landkreises Wolfenbüttel „Klimaschutzmaßnahmen in privaten Haushalten“

Zuwendungen für bauliche Maßnahmen und Maßnahmen an der Haustechnik:

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der hohen Nachfrage, kommt es derzeit zu Verzögerungen in der Bearbeitung.

Die Förderungen von Dämmmaßnahmen, Fenster- und Türenerneuerung und Sonnenschutz, sowie die Förderung von Solarenergie und Heizungstechnik kann ausschließlich mit den hier jeweils eingestellten Formularen beantragt werden:
Bitte beachten Sie auch die Musteranträge, vielen Dank!

Das Förderprogramm „Klimaschutzmaßnahmen in privaten Haushalten“ läuft seit nun fast Jahren. Mit Stand Januar 2020 wurden Zuwendungen von über 330.000 Euro für energetische Modernisierungen der Haustechnik oder Wärmedämmmaßnahmen ausgezahlt, die die Energiebilanz und die Heizkosten eines Hauses verbessern sollen. Dahinter verbergen sich Gesamtinvestitionen von über 4,5 Millionen Euro. Die durch den Landkreis geförderten Haueigentümer beauftragen meist lokale Handwerksbetriebe, so kommt das Geld der regionalen Wirtschaft zu Gute. 225 Eigenheimbesitzer haben ihre Maßnahmen umgesetzt und die Zuwendung von bis zu 2000 Euro erhalten. Weitere 50 Hauseigentümer sind derzeit in der Umsetzung.

Insgesamt haben die geförderten Maßnahmen dazu beigetragen, dass der CO2-Ausstoss um 34 Prozent verringert werden konnte. Dazu wurden rund 70 Gebäude mit umgesetzten Maßnahmen ausgewertet.

Die einzelnen Maßnahmen reduzieren den CO2 Ausstoß sehr unterschiedlich. Je nach Nutzerverhalten und Maßnahme werden Einsparungen bis über 80 Prozent erzielt. Durch die Umstellung von einer CO2 intensiven Öl-Heizung auf klimaneutrale Holzpellets wurde sogar eine CO2-Einsparung von 93 Prozent erzielt. Im Mittel wird von den 70 auswertbaren Wohngebäuden der bisherige jährliche witterungsbereinigte CO2-Ausstoß um 34 Prozent reduziert. Der Ausstoß wurde von fast 400 Tonnen auf 265 Tonnen CO2 im Jahr heruntergefahren. Gleichzeitig erfolgt immer auch eine Reduzierung der Nebenkosten.

Beispiel: Neue Heizungsanlage mit thermischer Solaranlage:

Um 53 Prozent hat ein Hauseigentümer aus der Gemeinde Cremlingen seinen CO2 Ausstoß und seine Gaskosten reduzieren können. Im Diagramm als „Anlage 1“ abgebildet. Die Familie hat ihre alte Gas-Niedertemperaturheizung aus dem Jahr 1990 mit Hilfe des Förderprogrammes erneuert. Eingebaut wurde eine in der Leistung modellierende Gas-Brennwertheizung mit thermischer Solaranlage zur Warmwasser- und Heizungsunterstützung sowie ein 750 l Pufferspeicher. In dem 1990 gebauten Wohngebäude mit 142 Quadratmeter beheizter Wohnfläche wurde der jährliche Gasverbrauch von im Mittel 13.500 kWh pro Jahr auf 6.500 kWh pro Jahr reduziert. Dies ergibt eine witterungsbereinigte Reduzierung von 2,6 Tonnen auf 1,2 Tonnen CO2 pro Jahr. Im Durchschnitt, siehe „Anlage 13“ im Diagramm, wird durch eine Heizungserneuerung mit thermische Solaranlage der CO2- Ausstoß um 36 % reduziert. Der ausführliche Bericht zur Auswertung kann unter „Dokumente“ heruntergeladen werden.

Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung

Alle förderfähigen Maßnahmen unterstützen das Ziel CO2 einzusparen, um darüber die Umwelt langfristig zu schützen und die Klimaschutzziele des Bundes und des Landkreises zu erreichen. So werden z.B. durch Außenwanddämmungen die Gas- bzw. Öl-Verbräuche der Immobilien erheblich reduziert. Durch Photovoltaikanlagen kann der eigene Stromverbrauch drastisch verringert werden und der Haushalt ist in Teilen unabhängig von konventionellen Kraftwerken. Hier im Landkreis aktuell natürlich von Kernkraftwerken, die strahlenden Müll erzeugen. Durch die persönlichen vor Ort stattfindenden Förderberatungen sollen, neben Informationen zu den geplanten Maßnahmen, auch Ideen vermittelt werden, weitere CO2-einsparenden Maßnahmen am Gebäude durchzuführen und das persönliche Verhalten in Bezug auf Energieverbräuche zu überdenken.

Über das Förderprogramm werden Zuwendungen für energetische und effizienzsteigernde Sanierungsmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden vergeben. Pro Immobilie, welche sich im Landkreis Wolfenbüttel befinden muss, seit mindestens 5 Jahren fertiggestellt ist und nicht mehr als 6 Wohneinheiten hat, können maximal 2000 Euro als nichtrückzahlbaren Zuschuss beantragt werden. Förderanträge können bis zum 31. Juli 2023 gestellt werden, sofern das Programm noch angeboten wird und Zuwendungsmittel zur Verfügung stehen.

Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie hier:

Die Gewährung von Zuwendungen erfolgt nach Maßgabe der jeweils aktuellen und hier veröffentlichen Zuwendungsgrundsätze. Diese können als pdf-Dokument von dieser Internetseite heruntergeladen werden. Vorab muss eine min. 1-stündige neutrale Beratung durchgeführt worden sein. Diese Beratung kann eigenständig bei einem Energie-Effizienzexperten beauftragt werden oder als Förderberatung über das Umweltamt in Anspruch genommen werden. In diesem Fall wird eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 50 Euro erhoben.

Die Förderhöhe ergibt sich aus den angegebenen Fördersätzen in den Zuwendungsgrundsätzen. Die Gesamthöhe der Zuwendung ist begrenzt auf maximal 2.000 Euro pro Immobilie. Eine Zuwendung wird nicht gewährt, wenn die Zuwendungssumme weniger als 500 Euro beträgt und wenn bereits Aufträge erteilt wurden oder mit der Maßnahme begonnen wurde. Zuwendungen mehrerer Einzelmaßnahmen für dieselbe Immobilie werden auf die Gesamthöhe von 2.000 Euro gedeckelt.

Förderfähig sind bauliche Maßnahmen an Immobilien, die den Wärmeschutz wesentlich verbessern und nachhaltige Einsparungen von Heizenergie und dadurch CO2-Einsparungen mit sich bringen. Gleichzeitig verbessern Außenwand- und Dachdämmungen den sommerlichen Wärmeschutz. Gefördert werden Dämmmaßnahmen am Gebäude wie Außenwand-Dämmung, Fenster- und Türenerneuerung, Dämmung der Kellerdecke und des Daches sowie Sonnenschutz.

Des Weiteren sind effizienzsteigernde Maßnahmen an der Haustechnik förderfähig. Sie können die Bargeldzuschüsse für thermische Solaranlagen mit und ohne Kesseltausch mit Gas-Brennwert-Technik, Photovoltaikanlagen, Stromspeicher oder Biomassekessel erhalten.

Um das Förderprogramm in Anspruch nehmen zu können, meldet sich der Immobilieneigentümer telefonisch oder per Email beim Umweltamt an.

Zusammen mit den einzureichenden Unterlagen kann der Zuwendungsantrag gestellt werden. Dieser kann als pdf-Dokument von dieser Internetseite (siehe Dokumente) heruntergeladen werden.

Mit Erhalt des „Zuwendungsbescheides“ kann der Auftrag an den Handwerker oder der Materialeinkauf bei Eigenleistung erfolgen. Eine vorherige Beauftragung, Anzahlung oder Materialeinkauf führt immer zur Ablehnung der Auszahlung nach Maßnahmenumsetzung. Während der Bauzeit wird ein vom Umweltamt beauftragter Energieberater die förderfähige Umsetzung der Maßnahmen in Augenschein nehmen. Bei erfolgreicher Umsetzung wird abschließend der „Antrag auf Festsetzung“ vom Eigentümer gestellt. Beratend begleitet wird der Antragsteller durch Frau Adam und Herrn Herglotz vom Umweltamt sowie dem Energieberater.

Anmelden zum Förderprogramm können Sie sich unter:

Hintergrund zum Förderprogramm

Dieses Projekt wird gefördert durch die Stiftung »Zukunftsfonds Asse«. Das Umweltamt des Landkreises Wolfenbüttel gewährt auf Grundlage einer Zuwendung durch die „Stiftung Zukunftsfonds Asse“ mit Mitteln des Bundes, Zuwendungen für energiesparende und/oder effizienzsteigernde Maßnahmen an bestehenden Wohngebäuden in Form des Förderprogrammes „Klimaschutzmaßnahmen in privaten Haushalten“.

Für Kommunen

Der Landkreis Wolfenbüttel unterstützt fachlich die kreisangehörigen Kommunen bei ihren Klimaschutzaktivitäten.

So sind zum Beispiel die Themen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Energiekontrolle in den öffentlichen Liegenschaften ein wichtiger Baustein zum Klimaschutz und zur Kosteneinsparung. Hierdurch wird ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz im Landkreis Wolfenbüttel geleistet.

Förderprogramm zum kommunalen Energiecontrolling

Der Landkreis Wolfenbüttel / Umweltamt Bereich Klimaschutz gewährt auf Grundlage einer Zuwendung durch die „Stiftung Zukunftsfonds Asse“ mit Mitteln des Bundes, Zuwendungen für Kommunen, die ein kommunales Energiecontrolling durchführen. Dieses soll eine Betriebskosteneinsparung für die Bereiche Wärme, Strom und Wasser in den kommunalen Liegenschaften erzielen und somit auch zur CO2-Einsparung beitragen.

Die Einführung eines kommunalen Energiecontrollings dient der Kommune gezielte Energiesparmaßnahmen in den Liegenschaften zu ermitteln und durchzuführen, sowie aussagekräftige Energie- und CO2-Bilanzen zu erstellen (Energiebericht).
Um ein kommunales Energiecontrolling aufzubauen ist die Übersicht aller Energieverbräuche und -kosten der einzelnen Liegenschaften Voraussetzung. Dazu werden Wärme-, Strom- und Wassermengen sowie die Verbrauchskosten systematisch erfasst und ausgewertet. 

Diese müssen für jede Liegenschaft mindestens jährlich erhoben werden.

Daraus können für die einzelnen Liegenschaften Aussagen über die energetische Qualität der Gebäude gemacht werden.

Die vorhandenen kommunalen oder vereinseigenen Liegenschaften müssen sich im Landkreis Wolfenbüttel befinden und seit mindestens 5 Jahren fertiggestellt sein.

Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie hier:


Die Gewährung von Zuwendungen erfolgt nach Maßgabe der Zuwendungsgrundsätze. 

Die Gesamthöhe der Zuwendung ist begrenzt auf 80 % der Investitionskosten für die beauftragten Dienstleistungen, jedoch maximal 5.800,- EUR pro Kommune. Eine Zuwendung wird nicht gewährt, wenn die Zuwendungssumme weniger als 500,- EUR beträgt.
Voraussetzung für die Beantragung der Zuwendungsmittel ist die vorherige Anschaffung des entsprechenden EDV-Energiecontrollings-Programmes (Modul 1) durch die Kommune. Die Investitionskosten für das EDV-Programm übernimmt der Landkreis Wolfenbüttel.

Mit diesem Programm werden Heizenergieverbräuche witterungsbereinigt berechnet, Daten dargestellt und ausgewertet, sowie Handlungsempfehlungen zu Energieeinsparmöglichkeiten im Rahmen von Energieberichten benannt.

Nachfolgende Dienstleistungen des beauftragten Energiefachbüros können gefördert werden:

  • Dateneingabe (Modul 2)
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung und   Optimierung des Programmes (Modul 3)
  • Aktualisierung der Daten und Erstellung eines Energieberichtes (Modul 4)


Um das Förderprogramm in Anspruch nehmen zu können, meldet sich die Kommune telefonisch oder per Email beim Umweltamt an. 

Ein auf die Kommune angepasstes Angebot des Energiefachbüros mit den oben aufgeführten Dienstleistungen ist Grundlage für eine Antragsstellung beim Umweltamt.

Die Kommune entscheidet eigenständig welche Dienstleistungen (Module) durch das Energiefachbüro erbracht werden sollen. 

Die Auswahl welche kommunalen Liegenschaften innerhalb einer Kommune berücksichtigt werden, trifft die Kommune in Absprache mit dem Energiefachbüro eigenständig. 

Die Auftragserteilung und Abrechnung der Dienstleistungen erfolgt zwischen der Kommune und dem Energiefachbüro.

Nach Beauftragung des Energiefachbüros kann die Kommune einen Antrag auf Förderung stellen.  „Zuwendungsantrag mit Festsetzung und Auszahlung der Zuwendung“. 

Beratend begleitet wird der Antragsteller durch Frau Adam und Herrn Herglotz vom Umweltamt sowie dem Energiefachbüro.

Anmelden zum Förderprogramm können Sie sich unter:

Energieeffiziente Neubaugebiete

Ein weiteres Aufgabengebiet ist die Ausweisung von Energieeffizienzstandards in Neubaugebieten.

Die Kommune profitiert bei entsprechender Ausweisung durch

  • Hohe Baustandards > hohe Zukunftsfähigkeit (zum Beispiel kein Wohnraumleerstand)
  • Prestige-Objekt
  • Chance weitere Klimaschutzthemen wie E-Mobilität voranzubringen

Der Bauherr profitiert zudem bei Festsetzung von Energieeffizienzstandards durch

  • Verringerung des Energiebedarf gegenüber des Energiebedarfs eines herkömmlichen Neubaus
  • Energiekosten werden auf Dauer eingespart
  • Einsatz von regenerativen Energien schont konventionelle Energieträger
  • Hohe Baustandards > hohe Zukunftsfähigkeit > kein vorzeitiger energetischer Sanierungsaufwand

Energetische Quartierssanierung

Die KfW-Förderbank vergibt Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte im Rahmen der energetischen Stadtsanierung. Kommunen können über das KfW- Förderprogramm 432 Konzepte fördern lassen für energetische Sanierungsmaßnahmen einschließlich Lösungen für die Wärmeversorgung, Energieeinsparung, -speicherung und -gewinnung.
 
Zudem bietet die KfW Zuschüsse für einen Sanierungsmanager, der die Planung sowie die Realisierung der in den Konzepten vorgesehenen Maßnahmen begleitet und koordiniert.

Der Bereich Klimaschutz im Umweltamt beteiligt sich an kommunalen (Bürger)-Informationsveranstaltungen und bietet fachliche Unterstützung zum Thema. Nähere Angaben zum Förderprogramm der KfW finden sie unter www.KfW.de

Förderprogramm zu Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen und Vereinen

Der Landkreis Wolfenbüttel / Umweltamt Bereich Klimaschutz gewährt auf Grundlage einer Zuwendung durch die „Stiftung Zukunftsfonds Asse“ mit Mitteln des Bundes, Zuwendungen für die Optimierung der Gebäudetechnik an bestehenden Nichtwohngebäuden im Eigentum zuwendungsberechtigter Vereine und Kommunen. Ziel ist die nachhaltige Energieeinsparung und damit verbunden eine CO2-Reduzierung.

Förderfähig sind bauliche Maßnahmen zur Optimierung der Wärmeverteilung und der Energieerfassung im gesamten Energieverteilsystem (z.B. Heizungsnetz) eines Gebäudes.

Die vorhandenen kommunalen oder vereinseigenen Liegenschaften müssen sich im Landkreis Wolfenbüttel befinden und seit mindestens 5 Jahren fertiggestellt sein. 

Begleitend verpflichtend mit der Antragsstellung ist eine bis zu fünfstündige neutrale Energieberatung.

Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie hier:


Die Gewährung von Zuwendungen erfolgt nach Maßgabe der Zuwendungsgrundsätze. 

Die Gesamthöhe der Zuwendung ist begrenzt auf 50 % der Investitionskosten, maximal 4.000,- EUR pro Liegenschaft. Eine Zuwendung wird nicht gewährt, wenn die Zuwendungssumme weniger als 500,- EUR beträgt. Zuwendungen mehrerer Einzelmaßnahmen für dieselbe Liegenschaft dürfen in der Summe die Gesamthöhe von 4.000,- EUR nicht überschreiten.

Förderfähig sind Maßnahmen an Liegenschaften zur Optimierung der Wärmeverteilung und der Energieerfassung, wie z.B. Einbau von Hocheffizienzpumpen, hydraulischer Abgleich, Einbau von voreinstellbarer Thermostatventile, Wärmedämmung von Rohrleitungen und die Regelungsoptimierung der Heizungsanlage.

Es gelten die Vorgaben der KfW und der BAFA (Programm Heizungsoptimierung).

Durch den Einbau zusätzlicher Zähler für Gas, Strom, Wasser soll eine differenziertere Verbrauchsmengenerfassung zur optimaleren Energiekontrolle ermöglicht werden. Diese werden ebenfalls gefördert.

Voraussetzung für die Zuwendung von Maßnahmen zur Wärmeverteilung und Energieerfassung  bei wasserführenden Systemen ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs des angeschlossenen Verteilsystems, entsprechend dem jeweilig vorgeschriebenen Berechnungsverfahren.

Um das Förderprogramm in Anspruch nehmen zu können, meldet sich der Immobilieneigentümer telefonisch oder per Email beim Umweltamt an. Dann kann die bis zu fünfstündige neutrale und kostenfreie Energieberatung durch einen vom Umweltamt zugewiesenen Energieberater in Anspruch genommen werden. Zusammen mit dem Beratungsprotokoll und dem Kostenvoranschlag für die geplante Maßnahme kann der Zuwendungsantrag gestellt werden. Bei Erhalt der „Bestätigung der Förderfähigkeit“ kann der Auftrag an den Handwerker oder der Materialeinkauf bei Eigenleistung erfolgen. Während der Bauzeit wird der Energieberater die förderfähige Umsetzung der Maßnahmen in Augenschein nehmen. Bei erfolgreicher Umsetzung wird abschließend der „Antrag auf Festsetzung“ vom Eigentümer gestellt. Beratend begleitet wird der Antragsteller durch Frau Adam und Herrn Herglotz vom Umweltamt sowie dem Energieberater.

Anmelden zum Förderprogramm können Sie sich unter:


 

Informationsmaterialien

Publikationen des Landkreises Wolfenbüttel:

  • Baubroschüre „Bauen im Landkreis Wolfenbüttel“ 2. Auflage , 2014,“
  • HeizCheck: Gegenüberstellung saniertes/unsaniertes Gebäude aus den 60´er Jahren
  • Steckbrief Gebäudehülle (energetische Kennwerte von Bauteilen, z.B. Kellerdecke,  Fassade)

Bundesförderprogramme der KfW und der BAFA:

  • BAFA- und KfW-Broschüren zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur energetischen Gebäudesanierung

Publikationen  verschiedener Energieagenturen:

  • Informationsbroschüren der Deutsche Energie-Agentur (dena) und der Klimaschutz-und Energieagentur Niedersachsen (KEAN)

 

Netzwerkarbeit

Der Landkreis Wolfenbüttel ist mit weiteren Akteuren im Bereich Klimaschutz vernetzt. 

Zum Beispiel mit der Regionalen Energie Agentur (REA) in Braunschweig und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachen (KEAN) in Hannover.

Netzwerktreffen  und  Informationsaustausch der durch das PTJ geförderten Klimaschutzmanager aus ganz Niedersachsen sind zudem ein fester Bestandteil.

Historie und Klimaschutzworkshops

Der Landkreis Wolfenbüttel hat auf Grundlage von 3 Workshops ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeiten lassen. Die Workshops fanden am 17. Februar, am 21. April 2012 und am 7. Juni 2012 statt. Das Klimaschutzkonzept wurde im Oktober 2012 veröffentlicht. Er trägt den Namen „Klimaschutzkonzeption für den Landkreis Wolfenbüttel Politischer Willensbildungsprozess und Szenarien“. Darauf aufbauend wurde im September 2013 die „ Konzeption für das Klimaschutzmanagement des Landkreises Wolfenbüttel“ fertiggestellt.

In den folgenden Jahren wurden 3 weitere Klimaschutzworkshops durchgeführt. Der Workshop 4 fand am 4. März 2013 statt. Im ersten Teil wurden aktuelle Klimaschutzaktivitäten aus der Region vorgestellt. Im zweiten Teil des Workshops wurde vorgeschlagen, dass eine Konzeption für das Klimaschutzmanagement des Landkreises Wolfenbüttel erarbeitet werden soll (siehe oben) und dass das Projekt „cle[WF]er modernisieren!“ neu aufgelegt werden soll.

Der Workshop 5 fand am 2. September 2013 statt. Im ersten Teil wurden aktuelle Klimaschutzaktivitäten aus der Region vorgestellt. Im zweiten Teil des Workshops wurden Inhalte zu den zentralen Klimaschutzmaßnahmen des Landkreises Wolfenbüttel zusammengetragen. Im dritten Teil wurde das Konzept „Klimaschutzmanagement im Landkreis Wolfenbüttel“ vorgestellt sowie beschlossen, dass ein Antrag an das BMU auf Förderung eines Klimaschutzmanagers gestellt wird.

Der Workshop 6 fand am 17. März 2014 statt. Im ersten Teil wurden aktuelle Klimaschutzaktivitäten aus der Region vorgestellt. Im zweiten Teil des Workshops wurde der Neustart von „cle[WF]er modernisieren!“ am 26. April 2014 vorgestellt. Im dritten Teil wurde die Projektidee „Sanierungsansatz für Siedlungen aus der Nachkriegszeit“ vorgestellt und mögliche Inhalte in Arbeitsgruppen zusammengetragen.